Worauf Anleger bei Tagesgeldkonten achten sollten

Apr 26th, 2008 | By netnut | Category: Kredite

Tagesgeldkonten erfreuen sich einer ungebrochenen Popularität unter deutschen Anlegern. Angesichts der vielen verbraucherfreundlichen Eigenschaften dieser Finanzprodukte verwundert dies auch nicht weiter. Die tägliche Verfügbarkeit sämtlicher Einlagen per einfacher Banküberweisung, der Entfall sämtlicher Spesen und Gebühren sowie eine –dem Wettbewerb unter den Banken sei Dank – attraktive Verzinsung machen  Tagesgeldkonten so attraktiv. Es existiert im Prinzip kein anderes Produkt, das dermaßen sicher, flexibel und rentierlich zugleich ist.

Um unter den vielen Offerten zum Tagesgeld eine solche zu finden, die zum einen zu den besten am Markt gehört, zum anderen aber auch optimal zu den eigenen Anforderungen passt, sollten Anleger einige wesentliche Punkte beachten. Viele Banken setzen Tagesgeld gezielt zur Werbung neuer Kunden ein. Das Ziel dabei ist, die Verbraucher zu Wertpapiergeschäften zu bewegen, die mit Kosten verbunden sind und dem Geldhaus Erträge bringen. Dementsprechend fallen auch die Tagesgeld Angebote aus. In der Regel wird ein sehr hoher Zins versprochen, der allerdings nur bis zu einem bestimmten Kontoguthaben gezahlt wird und darüber hinaus nur für einen relativ kurzen Zeitraum garantiert ist.

Ein Blick ins Kleingedruckte der Angebotsbedingungen verrät derlei Fallstricke schnell. Der Vergleich verschiedener Anbieter kann bequem auf diversen, explizit dem Thema Tagesgeld gewidmeten Internetseiten durchgeführt werden. Der Zinssatz sollte zumindest für sechs bis zwölf Monate gelten, über vier Prozent liegen und für mindesten 20.000 Euro gezahlt werden.

Weiterhin ist darauf zu achten, dass der Zinssatz nicht nur dann gewährt wird, wenn auf einem angeschlossenen Depot eine ausreichende Stückzahl an Wertpapieren eingelagert wird. Viele Direktbanken, deren Kerngeschäft der Handel mit Wertpapieren ist, legen Wert auf derlei Voraussetzungen.

Ist ein gutes Tagesgeldkonto identifiziert, bleibt dem Anleger noch die Erteilung eines Freistellungsauftrages, sofern dieser nicht bereits anderweitig ausgeschöpft wurde. Wird dieser nicht erteilt, werden die Zinsen teilweise einbehalten und an den Fiskus abgeführt.

Die Eröffnung geht in der Regel kurz und sachmerzlos über die Bühne, lediglich einige Formulare sowie ein postalischer Identitätscheck sind erforderlich. Die Zugangsdaten zum Tagesgeldkonto werden dann, wie man se zum Beispiel von einer EC-Karte gewohnt ist, in mehrere getrennten Briefen zugestellt. Von der Kontoeröffnung bis zur ersten Nutzung vergehen in der Regel nicht mehr als zehn Tage.

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